Einträge von Gerhard Völzmann

Aus dem Leben eines Tegeler Polizisten

Aus dem Leben eines Tegeler Polizisten Nennen wir ihn Walter Lehmann, jenen Polizisten, aus dessen Leben dieser Rückblick berichtet. Der Mann wohnte mit seiner Familie viele Jahre in Tegel und arbeitete hier auch, bis er später in anderen Ortsteilen von Reinickendorf tätig war. Sein Leben währte von der Kaiserzeit der 1890er Jahren bis in die […]

Das einstige Waldhaus in Tegel

Der Name Waldhaus erinnert vielleicht spontan an eine im Grünen gelegene Ausflugsgaststätte. Auch in Tegel gab es über Jahrzehnte ein Waldhaus, bei dem es sich jedoch um eine Privat-Heil- und Pflegeanstalt für nerven- und gemütskranke Frauen handelte. Dieser kleine heimatkundliche Beitrag beschäftigt sich mit der Chronik der Einrichtung. Unser Rückblick führt uns in die Zeit […]

Alt-Berliner Weihnachtsspiele

Es gibt sie noch, die Krippenspiele, die während der Gottesdienste am Heiligen Abend aufgeführt werden. Gerade Kindern wird hier die Weihnachtsgeschichte, die bekanntlich von der Geburt Jesu handelt, gut veranschaulicht. Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an den Heiligen Abend des Vorjahres, als in der Kirche gleich der erste Gottesdienst mit einem Krippenspiel zum Mitmachen […]

Alexander von Humboldts letzte Fahrt nach Tegel

In Kreisen, die Alexander von Humboldt nahe standen, kursierte Ende Januar 1859 eine eigentümliche Anekdote. Der Naturforscher und Gelehrte besaß seit Jahren einen „kohlschwarzen“ Papageien, den er vom Großvater der Prinzessin von Preußen geschenkt bekommen hatte. Von Humboldt liebte ihn sehr. Am 27.1.1859, als von Humboldt von einem Diner nach Hause kam, saß der Vogel […]

Das Jahr 1919 im Rückblick: Was vor 100 Jahren in Tegel geschah

Im November 1918 ging bekanntlich der Weltkrieg zu Ende. Der Kaiser dankte ab, Friedrich Ebert bildete eine provisorische Regierung, Wahlen zu einer verfassungsgebundenen Nationalversammlung im Januar 1919 wurden angesetzt. Für viele Bewohner Berlins und der Nachbarschaftsvororte weckte dies die Hoffnung auf eine friedvolle Zukunft und auf ein persönliches Wohlergehen. Doch schnell sollte sich zeigen, dass […]

1909 in Schulzendorf – Flugversuche „mit einem langbeinigen und kurzhalsigen Riesenvogel“

Man nannte sie „Schwingenflieger“, jene Männer, die im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert Flugapparate konstruierten, mit deren Hilfe sie den Flug der Vögel nachahmen wollten. Damit wichen sie bewusst von anderen Systemen wie dem Gleitfliegen (Vorbild z. B. Wright) ab. Der ohne Zweifel bis in die heutige Zeit bekannteste „Schwingenflieger“ war Otto Lilienthal, dessen […]

Die Arbeiterkolonie Tegel im Zeitraum 1891-1897

Wer die Überschrift liest, denkt wohl an ein großes Unternehmen, das für seine Beschäftigten Wohnhäuser in der Nähe der Firma errichtet hat. Hierzu passend ein Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel vom 1.2.1899: Im neuen Borsigwerk bei Tegel herrscht ein reges Leben, da der Betrieb in fast allen Werkstätten der kolossalen Fabrikanlage nunmehr in vollem Gange ist. […]

Für 14 Pfennig Beitrag gab es die höchste Altersrente

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen etc. verordnete im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrats und des Reichstags am 22.6.1889 das „Gesetz, betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung“. Damit wurde am 1.1.1891 im Deutschen Reich durch Reichskanzler Otto von Bismarck die gesetzliche Rentenversicherung eingeführt. Zuvor wurde durch ihn bereits 1883 […]

Dies und das aus der Tegeler Vergangenheit

In heimatkundlichen Beiträgen wird gern über Tegeler Persönlichkeiten wie Borsig und Humboldt berichtet. Geht es um besondere Ereignisse, sind der Brand der Humboldtmühle, die Einweihung der Dorfkirche, des Hafens und der Industriebahn stets Themen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Hingegen wird wenig über unspektakuläre Zeitumstände und Geschehnisse geschrieben, die vor über 100 Jahren mehr […]

Ein zerschlagener Beerentopf und ein Brief Alexander von Humboldts

Über eine Anekdote aus den 1850er-Jahren soll an dieser Stelle berichtet werden. Sie ist nur deswegen überliefert, weil ein Zeitungsleser seine Erinnerung an Alexander von Humboldt Jahrzehnte später einer Berliner Zeitung zum Abdruck schickte. Der Name des Mannes ist nicht bekannt. Nennen wir ihn hier einfach Otto Müller. Müllers Eltern wohnten damals in der Chausseestraße […]