Einträge von Gerhard Völzmann

Die Post in Tegel im Zeitraum 1830-1945

Vom 1.7.1830 an wurde es ruhiger in der Umgebung von Tegel. Nun war der gelegentliche Peitschenknall des Postillions hoch auf dem gelben Wagen nicht mehr zu hören. Der melodische Klang des Posthorns blieb aus, wenn die Postkutsche ein langsameres Fuhrwerk überholen wollte. Bisher verkehrte die Hamburger Fahrpost am Dienstag um 20 Uhr und am Mittwoch […]

Eine Tragödie am Tegeler See vor 120 Jahren

Vor 120 Jahren trieben Not und Elend eine Frau zu einer Verzweiflungstat, die mit einer erschütternden Tragödie endete. Rückblickend war es eine glückliche Ehe, die die Lenglings führten. 1892 hatten sie gerade die neue Wohnung in Berlin N, Choriner Straße 22 bezogen. Nicht einmal kleine Wölkchen trübten das stille Glück der Familie, zu der die […]

Ein folgenschwerer Unfall an der Straßenbahn-Haltestelle in Tegel im Jahre 1901

Wie bereits in einem anderen heimatkundlichen Rückblick ausgeführt, wurde nach einer landespolizeilichen Abnahme einer neuen Pferdeeisenbahnstrecke nach Te­gel, bei der es „nichts zu erinnern“ gab, am Folgetag durch die Grosse Internationale Pferde-Eisenbahn-Aktien-Gesellschaft die Verbindung nach Tegel festlich eröffnet. Nun gab es also vom 4.6.1881 an eine ohne Unterbrechung von der Weidendammer Brücke bis zum Dorf […]

Weihnachten 1906 im Tegeler Gefängnis

Im Januar 1896 meldeten Berliner Zeitungen, dass im Entwurf für den Preußischen Staatshaushalt eine erste Rate in Höhe von 1 500 000 Mark für den Bau eines Gefängnis­ses in Tegel eingestellt wurde. Drei geplante Gefängnisbauten für je 500 Gefangene sowie eine Reservebaracke für 150 – 160 Gefangene sollten das Stadtvoigteigefängnis am Mol­kenmarkt und die Gefängnisse […]

Willy Stöwer, Marinemaler aus Leidenschaft

Auf Flohmärkten, in Trödelläden und Antiquitätengeschäften wie in Antiquariaten entdeckt man gelegentlich Händler, die sich auf den Verkauf von mehr oder weniger alten Drucken spezialisiert haben. Hier warten – meist gut sortiert und bereits mit Passepartout versehene – Stahl- und Kupferstiche sowie Holzschnitte, seien es Landkarten, Stadtpläne oder Dorfszenen, Tierbilder, technische Darstellungen oder unzählige andere […]

Tegel anno 1805

Meine Lage ward durch die späteren Nachrichten weit schwieriger, als sie es bei meiner Abreise aus Kopenhagen war. Wir wissen jetzt die Franzosen nicht allein in Wien; wir haben auch schon Nachricht, daß Napoleon einen großen Sieg in Mähren erfochten hat. Mit diesen Zeilen begann „C. U. D. Freyherr von Eggers, Oberprocureur der Herzogthümer Schleßwig […]

Geheimrat und Oberforstmeister von Burgsdorfs Leben und Wirken in Tegel

„Tegel, Dorf 1 ½ Meilen von Berlin, im Niederbarnimschen Kreise, an der Landstraße nach Hamburg, mit 22 Feuerstellen und 124 Menschen. In dem hiesigen Forstreviere sind sehr viele fremde Holzarten von dem bekannten Forstrathe von Burgsdorf angelegt worden. Dabey ist ein Landhaus, das Schlößchen genannt, mit 7 Feuerstellen und 95 Menschen“. Bereits vier Jahre nach […]

Die Gaswerk Tegel AG

Das einstige Gaswerk der Gemeinde Tegel (Gaswerk Tegel AG) ist nicht mit dem Werk Tegel der Berliner Städtischen Gaswerke AG zu verwechseln. Das erstgenannte Werk befand sich in der Gaswerkstraße 4 – 5 (heutige Ernststraße), während die Städtischen Werke unter der Anschrift Berliner Straße 48 – 60 zu erreichen waren. Doch zunächst ein Rückblick auf […]

Einst Gaswerkhafen, heute Lebensraum von Bibern

Im Zeitraum von 1902 – 1905 entstand in Tegel beiderseits der Berliner Straße eine durch die Stadt Berlin geplante Gasanstaltsanlage, die bei ihrer Inbetriebnahme am 5.10.1905 Europas größtes und modernstes Gaswerk war. Zum Komplex gehörte an der Neheimer Straße ein Hafen, der zumindest zwei Lastkähnen á 600 t zur Entladung von Kohle sowie einem dritten […]

Am 4.6.1881 wurde die Pferdeeisenbahn nach Tegel eingeweiht

Vor 1881 war es umständlich, von Berlin nach Tegel zu gelangen. Die Wagen der Großen Berliner Pferde-Eisenbahn-Aktien-Gesellschaft endeten in Höhe der alten Chausseegeldhebestelle an der Tegeler Chaussee, der Grenze zwischen Wedding und Reinickendorf. Zwar galt es nicht mehr, anschließend durch knöcheltiefen Sand des Weges zu waten. Das hatte sich schon mit der Fertigstellung der Chaussee […]