Schiffstaufe in Berlin Tegel

Gottes sind Wellen und Wind; Ruder aber und Steuer, und dass Ihr den Hafen gewinnt, ist Euer.

Mit diesem alten deutschen Seefahrerspruch als Motto der Predigt weihte Matthias Brühe, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Tegel, am Donnerstag, den 14. April 2016 um 11 Uhr 15 das neue Schaufelrad-Flusskreuzfahrtschiff MS ELBE PRINCESSE der französischen Reederei CroisiEurope in Berlin Tegel am Flusskreuzfahrtterminal an der Greenwich-Promenade. Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin des Saarlandes, und Jean-Claude Tribolet, französischer Gesandter in Deutschland, waren die Taufpaten, die dem Schiff, seiner Besatzung und den Fahrgästen allzeit gute Fahrt und „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ wünschten. Was Pfarrer Brühe in seiner Taufpredigt betonte, war die Bedeutung des Schiffes einerseits als Mittel der Lebensfreude der Menschen, die darauf ihren Urlaub verbringen und andererseits als Mittel zum Erwerb des Lebensunterhaltes der Schiffsbesatzung (der hoffentlich ebenfalls mit Freude verbunden ist). So bringt das Schiff, die Arbeit(enden) und das Leben darauf die Menschen zueinander, begegnen sich verschiedene Kulturen auch auf der weiteren Reise in andere Länder, und auf diese Weise kann das Miteinander, die Verständigung und das Verständnis unter den Menschen gefördert werden. Zugleich ist es ein schönes Zeichen, dass dieses französische Schiff in Deutschland gesegnet wurde und die Zusammenarbeit ein Symbol für das Miteinander der Menschen (nicht nur) in Europa – einem Europa, das sich zurzeit in unruhigem Fahrwasser befindet. In diesem Sinne passt das alte Seemannsmotto besonders gut – wir sitzen letztlich alle im selben Boot.

Die beiden tschechischen Kapitäne, Martin Myklín (Kommandant) und Karel Bulka, führen das Schiff im Wechseldienst sicher durch die Wellen der Flüsse während der Kreuzfahrt. Herr Krajewski, oberster Kommandant des Kreuzfahrtschiffes, ließ die Gäste einen Blick ins „Allerheiligste“ werfen, das Steuerhaus, und beantwortete die interessierten Fragen der Ministerin.

Deutsch-französische Zusammenarbeit im Wirtschaftsbereich Tourismus

Gute Fahrt allzeit für die MS ELBE PRINCESSE wünschten auch Anke Rehlinger, Wirtschaftsministerin des Saarlandes, und Jean-Claude Tribolet, französischer Gesandter in Deutschland, als Taufpaten für das neueste Flusskreuzfahrtschiff von CroisiEurope. Beide betonten die Verbundenheit und gute Zusammenarbeit der Länder und die große Bedeutung des Tourismus sowohl als wichtiger Wirtschaftsfaktor als auch als Mittel der Verständigung und Annäherung im Zusammenleben der Menschen. Frankreich ist immer noch eines der begehrtesten Tourismusziele und kann jährlich annähernd 250000 internationale Gäste auf seinen Flüssen, dem längsten Wasserstraßennetz Europas, begrüßen. Bei steigender Nachfrage profitieren davon auch anliegende Ortschaften, wobei Landschaftspflege und –schutz wichtige Aspekte auch im Tourismus sind. Von Tegel aus wird das jüngste Mitglied der Flotte ab sofort zu seinen Kreuzfahrten über die Elbe und Moldau bis nach Prag starten. Die Jungfernfahrt des Flusskreuzschiffes mit den ersten Kreuzfahrtgästen dauert vom 20. bis zum 29. April. Ein Erlebnis besonderer Art auf Flusslandschaften zum Träumen: der Elbe, der Moldau und dem Elbe-Havel-Kanal mit dem großen Reichtum der deutschen Kulturlandschaft! Dem Fluss der Elbe folgend werden Höhepunkte deutscher Geschichte und Kultur unter anderem in Potsdam, Magdeburg, Wittenberg, Dresden und Meißen erlebbar. Dank seiner überschaubaren Größe wird das Flusskreuzfahrtschiff direkt in den Zentren der historischen Städte anlegen können. Die Lutherstadt Wittenberg gehört ebenso zum Programm wie das für sein Porzellan bekannte Meißen und das Elb-Florenz Dresden. Ausflüge führen nach Potsdam und in das Elbsandsteingebirge. Ein weiterer Höhepunkt der Reise ist die Goldene Stadt Prag mit ihren Brücken und Türmen. Die neuntägigen Reisen zwischen der deutschen und der tschechischen Hauptstadt werden über die ganze Saison bis Ende Oktober angeboten.

Informationen zum Schaufelrad-Flusskreuzschiff MS ELBE PRINCESSE

Mit der MS ELBE PRINCESSE bringt die französische Reederei erstmals ein Schaufelrad-Kabinenschiff auf diese Strecke. Die historische Antriebsform ermöglicht einen geringen Tiefgang und macht die Elbe damit auch bei niedrigem Wasserstand befahrbar. Das Flusskreuzfahrtschiff wurde in St. Nazaire, im Nordwesten Frankreichs an der Mündung der Loire, von der Industrie-Gruppe Neopolia Marine gebaut. Zu dieser Gruppe gehören über 40 regionale Zulieferunternehmen der angrenzenden Großwerft STX France. Das Schiff ist aus zwei einzelnen Blöcken gefertigt und mit zwei Schaufelrädern am Heck ausgestattet, die auch eine Durchfahrt bei sehr schmalen Schleusen ermöglichen.

Mit einer Länge von 95 Metern und einer Breite von 10,5 Metern bietet das Schiff Platz für 80 Passagiere. Die 40 geräumigen Kabinen verfügen über Klimaanlagen, Heizung, einen Flatscreen, Radio und Safe. Neben einem Restaurant befindet sich ein großzügiger Barbereich mit Tanzfläche an Bord. Das Panorama können die Gäste vom großen Sonnendeck aus genießen.

Am 10. Februar wurde die MS ELBE PRINCESSSE „Huckepack“ an Bord des Schwergut-Dockschiffes SUPER SERVANT 4 aus Frankreich nach Hamburg gebracht und am Kronprinzkai – Kreuzfahrtterminal Steinwerder – fünf Tage später ausgedockt. Von Hamburg aus fuhr die MS ELBE PRINCESSE am 17. Februar eigenständig nach Wittenberge weiter und legte dort am 22. Februar an. Im Nedwighafen lag das Schiff 25 Tage angedockt für letzte Ausrüstungsarbeiten und technische Abnahmen und erhielt von der französischen Reederei CroisiEurope die vollständige Ausstattung. Am 17. März verließ das Schiff den Hafen von Wittenberge und fuhr über Tangermünde, Magdeburg und Dresden nach Berlin Tegel, wo es am 12. April 2016 gegen Mittag am Flusskreuzfahrtterminal an der Greenwich Promenade anlegte. Die feierliche Schiffstaufe fand am 14. April 2016 statt.

Internationale Reiseunternehmen und Presse aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Norwegen, Spanien und den USA nahmen als Gäste an der dreitägigen Kreuzfahrt mit Galaabend zur Schiffstaufe teil. Anwesende Gäste aus dem Bezirk Reinickendorf waren: Herr Grondtke und Herr Garbrecht von der Stern und Kreis Schifffahrt GmbH und Frau Maaß für das Stadtteilmagazin Blickpunkt Tegel.

Über CroisiEurope

CroisiEurope mit Sitz in Straßburg, ein Familienbetrieb in dritter Generation mit 40-jährigem Jubiläum 2016, gehört mit aktuell 44 Schiffen zu den größten Flussreedereien Europas. Mehr als 50 Routen auf über 20 Flüssen, darunter z.B. die französische Rhône und Seine, aber auch der Guadalquivir in Spanien und der Douro in Portugal hat der Spezialist im Programm. Die Kreuzfahrten werden in Deutschland exklusiv von dem Saarbrücker Reiseveranstalter Anton Götten vertrieben und finden als deutschsprachige Vollcharter statt. Zu jeder Kreuzfahrt wird auch eine organisierte Busreise angeboten. Die französische Lebensart an Bord, die internationale Küche von elsässischen Spitzenköchen und das spannende Landausflugsprogramm zieht pro Jahr über 200 000 Passagiere auf die Schiffe der Reederei CroisiEurope. www.croisieurope.de

Fotos und Text: maas/blickpunkt-tegel.berlin ©

 


Wasserbüffel im Tegeler Fließtal – Weideauftrieb am 20. April 2016

Am Mittwoch, den 20. April kamen sie in Hermsdorf freudig erwartet an: die Wasserbüffel sind wieder da. In dieser Saison beweiden sechs anderthalbjährige Jungbullen (Ochsen mit einem Gewicht von 400 bis 450 kg etwa) aus der Zucht von Herrn Querhammer die Wiesen im Fließtal.

Unter dem Jubel einer begeisterten Kindergartengruppe und begleitet von interessierten Anwohnern, der Presse und den zuständigen Vertretern des Bezirksamtes Reinickendorf, ließ Bezirksbürgermeister Balzer eigenhändig die Jungtiere aus dem Transporter. Nach anfänglich respektvollem Abstand streichelte er die Tiere – erstaunt über die Zutraulichkeit der friedlichen Wasserbüffel – um sie dann nach dem Presse- und Fototermin selbst auf die Weide zu führen.

Die „Enno – Herde“ ist dieses Jahr in Spandau, da dort die Fläche größer ist und die Gruppe durch den Zuwachs zu groß für das Gelände in Hermsdorf ist. Unser kleiner Hermsdorfer („Hermann“) Peppone ist derzeit noch bei seiner Mutter. Eine Erweiterung der Jungbullengruppe in Hermsdorf ist nicht ausgeschlossen, hängt jedoch davon ab, wie sich die Vegetation hier entwickelt und ob die Weiden im Bereich zur Jugendherberge im Verlauf der nächsten Wochen trockener werden. Zurzeit stehen sie zu stark unter Wasser infolge der vielen Regenfälle und des Wasserstaus im Fließ durch den Biberbau, was dann auch das spätere Umsetzen der Tiere erschweren könnte.

Text und Fotos maas/tegeler-ansichten.berlin ©

 


 

Wirtschaftsstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) eröffnet Reinickendorfer Tourismuspavillon

Nach der Winterpause wird die Touristinfo in Tegel für die neue Saison hergerichtet und steht nun für Gäste aus aller Welt bereit.

Der Tourismuspavillon in der Fußgängerzone Alt-Tegel wird am 14. April 2013 um 13.00 Uhr vom Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste, Uwe Brockhausen, eröffnet.

Gäste sind herzlich eingeladen, an der Eröffnung teilzunehmen.

„Mir als Wirtschaftsstadtrat ist besonders wichtig, Tourismus als boomenden Wirtschaftsfaktor zu unterstützen. Gerade für Gäste, die erstmalig unseren attraktiven Bezirk besuchen, bietet der Tourismuspavillon eine wichtige Anlaufstelle. Ich freue mich, wenn Touristen nach dem Besuch der Innenstadt in Reinickendorf verbleiben und die vielfältigen Möglichkeiten der Umgebung von ländlicher Idylle bis zu urbanem Leben zu schätzen wissen“, äußert Uwe Brockhausen.

Am Pavillon können sich Besucher anhand des zahlreich ausgelegten Informationsmaterials zu Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten sowie Unterkünften in Reinickendorf und Umgebung informieren.

Den Tourismuspavillon finden Sie auf dem Weg zur Greenwichpromenade direkt am U-Bahnhof Alt-Tegel. Er ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.